Wie beschrifte ich Kerzen?

Nachdem mir diese Frage immer wieder gestellt wird,
habe ich mir vorgestern beim Beschriften einer Kerze die Zeit genommen und Schritt-für-Schritt-Fotos gemacht,
um hier nun eine Anleitung zu schreiben.

Ich verwende dazu immer Kerzenpens, die auf keinen Fall zu zähflüssig sein dürfen – momentan sind das CANDLEPAINT der Marke efco -,
und gehe folgendermaßen vor:

Als erstes messe ich mit einem flexiblen Maßband ab, wie breit der Schriftzug maximal werden darf:
mitMaßband

Anschließend erstelle ich den Schriftzug in der gewünschten Schriftart und passenden Größe am Computer und drucke ihn aus:
PIC000527

Dann geht die eigentliche Beschriftung los – und das brauche ich dazu:
PIC000528
Naja, o.k. die Handyhülle liegt normalerweise nicht dabei. 😉
Und meine Ringe und meine Uhr liegen deshalb auf dem Arbeitsplatz, weil ich sie ausziehe, damit ich nicht riskiere, dass die Kerze einen Kratzer oder Macken bekommt.

Die Mine des roten Kugelschreibers ist leer, weshalb ich ihn zum Durchdrücken der Schrift auf die Kerze verwende und er deshalb in der Tasche mit meinen Kerzenpens ist.
Durchdrücken auf die Kerze bedeutet, dass ich den ausgedruckten Schriftzug – wie schon auf den Fotos zu erkennen – ausschneide
und ihn dann um die Kerze lege und mit Druck mit dem Kugelschreiber alles nachfahre.
Das sieht dann so aus:
durchgedrückterSchriftzug
Man sieht übrigens nicht nur auf dem Foto, sondern leider manchmal auch in echt die durchgedrückte Schrift so schlecht, was die Sache ab und an ganz schön erschwert und „gutes Licht“ braucht. 😉

Dann fahre ich nach und nach jeden Buchstaben mit Unterbrechungen nach bzw. kleckse wenig Wachs mit Abstand auf die Linie des Buchstabens:
WachsauftragBuchstabe
Dabei setze ich die Spitze des Pens nicht direkt auf der Kerze auf, sondern halte sie etwa einen Millimeter über der Kerze, weil sie sonst das Wachs verkratzt.

Anschließend verbinde ich diese „Einzelteile“ mit einem Zahnstocher und erhalte somit einen relativ gleichmäßigen dünnen Buchstaben:
Buchstabe
Somit erklärt sich auch, warum das Wachs des Kerzenpens nicht zu zähflüssig sein darf; denn da trocknen die Wachslinien zu schnell und beim Verbinden hängt das meiste am Zahnstocher.
Sollte übrigens ein Buchstabe mal überhaupt nicht gelungen sein, nehme ich das gesamte Wachs dieses Buchstabens mit einem Wattestäbchen wieder ab und beginne ihn nochmal von vorn.

Und danach geht´s an den nächsten Buchstaben und dann wieder an den nächsten und und und –
bis der ganze Schriftzug fertig ist, was zum Beispiel so aussehen kann:
Endergebnis

Bei weiteren Fragen einfach hier einen Kommentar schreiben oder eine email an mich schicken!

Wer sich das selbst nicht zutraut, jedoch eine Kerze mit persönlichem Text beschriftet haben möchte und entweder in der Nähe von Wiesloch wohnt oder Kosten und Verantwortung für den Postversand übernimmt, kann Beschriftungen gerne bei mir in Auftrag geben!

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2 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. kerzenbastelei
    Feb 07, 2014 @ 09:36:23

    Danke für die super Anleitung 🙂 Darf ich die Rebloggen?

    Antwort

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